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Samstag, 1. Mai 2010

1.5.10

heute war ein schlimmer tag für meine psyche.
habe das erste mal ein gefängnis von innen gesehen.
war meine tochter dort besuchen.sie muß 73 tage absitzen, wegen sogenannter erschleichung von beförderung.
für ihre kleine tochter war es aber sehr schön. sie muß geglaubt haben, das mama im krankenhaus ist.
wir haben bei schönem wetter im innenhof der jva gesessen. es gab sogar kaffee, den meine tochter kochen durfte.
schlimm war eigentlich nur, das sie dort zurücklassen müssen und zu wissen, das man sie vor dem 3.7. nicht wieder sieht.
die kleine hat mama tschüß gesagt, oma an die hand genommen und komm gesagt. mein schwiegersohn ist noch 5 min länger geblieben. die verabschiedung dauerte etwas länger. für ihn eine ungewohnte situation.
denn er hat bis zum 30.3. in einer jva in berlin gesessen, und da ist seine frau mit der tochter immer wieder gegangen.
als ich beide heute so beobachtet habe, wurde mir klar, das ihre liebe doch noch glimmt. das lodern muß sie erst wieder lernen.


heute verzehrt:  2412 kcal, 222g fett, 26,6g kh, 71,3g eiweiß                      skaldeman    2,3

4 Kommentare:

  1. Ach Marianne.. und zwischen den Zeilen der Schmerz der Mutter, die es hart findet, dass alles so gekommen ist. Ich denk an dich!

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  2. Zum Glück hatte ich noch nie Erfahrungen mit dem Knast.

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  3. Kopf hoch liebe Marianne, das wird schon wieder.
    Du weiß doch: Wenn Du denkt es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

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  4. danke für eure wärmenden worte.
    ich weiß, das meine tochter sich den scheiß alleine eingebrockt hat. vor 18 monaten haben wir sie noch davor bewahren können, in dem wir sie mit fast 800 € ausgelöst haben. aber diesmal ging es nicht mehr. unsere reserven sind aufgebraucht, und neue nicht so schnell anlegbar.
    früher habe ich immer gesagt: " so dicke wie ich es brauche, kann es nicht kommen." aber es kam gewaltig schlimmer.
    wenn ich meinen jetzigen mann nicht an meiner seite hätte, gebe es mich sicher nicht mehr. aber diese phase ist gott sei dank vorrüber. ich bin wieder härter im nehmen.

    marianne

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